Archiv der Kategorie 'Minden'

Marcus Winter in Haft / Rechtsrockkonzert zum Abschied

Der Anführer der regionalen Nazi-Szene, Marcus Winter aus Minden, sitzt seit dem 14. Juli 2008 in der JVA Bückeburg ein. Er hat eine 9monatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung zu verbüßen. Ob sich die Haftzeit durch den Widerruf alter Bewährungen verlängern wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Seinen vorläufigen Abschied feierte Winter zusammen mit etwas über 100 anderen Nazis am 12. Juli 2008 auf einem Rechtsrockkonzert. Dieses fand nicht – wie auf einschlägigen Naziseiten behauptet – in Minden statt, sondern in einer Tennishalle in Leopoldshöhe-Greste bei Bielefeld.

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Die linke Datenbank hiergeblieben.de liefert eine Zusammenfassung des Verfahrens gegen Winter und dokumentiert den Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen zum Rechtsrockkonzert.

Freispruch für Marco Siedbürger

Am 27.06.2008 sprach das Landgericht Verden den zu den „Nationalen Sozialisten OWL/SHG“ gehörenden Gewalttäter Marco Siedbürger aus Minden vom Vorwurf der Gefährlichen Körperverletzung frei. Die erste Instanz des Verfahrens sah es noch als erwiesen an, dass Siedbürger Anfang 2007 in Nienburg am Rande einer Party mit einer Eisenstange auf einen Dunkelhäutigen eingeschlagen hatte. In der zweiten Instanz präsentierte Siedbürger jedoch einen Zeugen, der die ganze Schuld auf sich nahm.

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Zeltlager der HDJ in Preußisch Ströhen

Am 21.06.2008 führte die „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ) in Preußisch Ströhen (Landkreis Minden-Lübbecke) ein Zeltlager durch. Ziel der HDJ ist es, Kindern und Jugendlichen ein völkisch-nationalistisches Weltbild zuvermitteln. Dabei ist nicht nur äußerlich ein Bezug zum Nationalsozialismus gegeben: Im vergannenen Jahr veranstaltete die HDJ u.a. eine „Rassenschulung“. Bei einem Zeltlager im Jahr 2006 wurden Zelte mit Hinweischildern wie „Führerbunker“gekennzeichnet.

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Outingaktion in Minden

Wie Indymedia berichtete, wurden in der Nacht des 09.06.2008 in Minden Outing-Flugblätter in der Nachbarschaft von Christian Meerkötter verteilt, der einschlägig als Teilnehmer von Aktionen der ehemaligen „Nationalen Offensive Schaumburg“ bzw. der heutigen „Nationalen Sozialisten OWL/SHG“ bekannt ist.

Der Bericht ist auf hiergeblieben.de dokumentiert.

“Collegium Humanum” verboten!

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Hinter dem unscheinbaren Namen “Collegium Humanum – Akademie für Umwelt und Lebensschutz“ (CH) verbarg sich jahrzehntelang ein Treffpunkt für AnhängerInnen unterschiedliche Strömungen der extremen Rechten. Besondere Bedeutung hatte das Zentrum auf dem Winterberg am Rande der Weserstadt Vlotho für AntisemitInnen und HolocaustleugnerInnen. Dies wird u.a. am Namen eines Vereins aus dem direkten CH-Umfeld deutlich: “Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten“. Dieser wurde zusammen mit dem Verein „Collegium Humanum“ am 07. Mai 2008 vom Bundesinnenministerium verboten.

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Neonazis für Übergriff in Minden verurteilt

Am 24. Februar 2007 griff ein größere Gruppe Neonazis mehrere Antifaschist_innen in einem Zug am Mindener Bahnhof an. Nach fast einem Jahr, am 07. Januar 2008, verurteilte das Amtsgericht Minden drei der Schläger zu Bewährungs- und Geldstrafen.

Einen ausführlicheren Bericht gibt es bei Hiergeblieben.

Neonazikonzert in Minden

Minden war lange Zeit kein gutes Pflaster für Neonazis. Im Jahr 2006 mussten hier drei Naziaufmärsche aufgrund breiter antifaschistischer Gegenwehr vorzeitig abgebrochen werden. Erst das Handeln der Polizei ermöglichte Neonazis öffentlich Auftritte in der Stadt: Am 17.03.2007 setzte ein Großaufgebot mit brutaler Gewalt erstmals seit vielen Jahren einen Naziaufmarsch in Minden durch. Nun versuchte sich die Polizei an einer neuen, nicht minder bedenklichen Taktik: Verschweigen von Naziaktivtäten, um so Protest zu unterbinden. Auf diese Weise konnten sich am 29.12.2007 rund 200 Nazis relativ ungestört zu einem Konzert in Minden versammeln.

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Freispruch für Volksverhetzung

Das Amtsgericht Minden hat am 26. November einen ehemaligen Sektionsleiter des verbotenen Blood & Honour Netzwerks freigesprochen. Volksverhetzende Aussagen während einer Diskussionsveranstaltung waren nicht eindeutig ihm zuzuordnen.

Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.