Beiträge von Kritische Initiative Schaumburg [K.I.S.]

Antifa-Demo in Eschede (LK Celle) am 20.12.

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Seit Jahrzehnten besteht mit dem Hof von Joachim Nahtz in Eschede ein Treffpunkt für Neonazis mit überregionaler Bedeutung. An keinem anderen Ort in Norddeutschland fanden so häufig und regelmäßig größere Naziveranstaltungen statt. Dies meist ungestört und geschützt durch die Polizei. Dabei haben die Sonnenwendfeiern im Juni und Dezember besondere Bedeutung bei einer Zelebrierung nationalsozialistischer Ideologie. Am 20. Dezember 2008 wollen Neonazis in Eschede wieder eine “Wintersonnwendfeier” durchführen.
Unverzichtbar ist deshalb antifaschistisches Handeln, das bei der Zivilcourage im Alltag beginnt und das zu organisiertem politischem Protest und Widerstand gegen neofaschistische Einstellungen und Handlungen führt. Die Neonazis lassen sich nicht mit Sozialarbeit und auch nicht durch schöne Reden und Appelle zurückdrängen. In diesem Sinne: Schluss mit dem Na[ht]zischeiss – Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
12.12.2008 // Bückeburg // 20.00 Uhr // Infoladen SHG (Fürst-Ernst-Str. 9)

Antifaschistische Demonstration
20.12.2008 // Eschede // 12.30 Uhr // Bahnhofsvorplatz

Infos: Sonderseite

Flugblatt gegen revisionistische Lesung in Bückeburg

»Die Gustloff« und die Angst vor der Wahrheit schwimmen immer mit

Heute, am 19.10.2008, findet im Bückeburger Rathaus eine Lesung der Autorin Tatjana Gräfin Dönhoff zu ihrem Buch »Die Gustloff« statt. Auf dieses Buch folgte der gleichnamige Fernseh-Zweiteiler, den das ZDF im März 2008 ausstrahlte. Die Geschichten, die sich in diesem schwer auf deutschem Opfer getrimmten Film zeigen, suggerieren in gewohnter Manier einen bürgerlichen Wunsch nach einem »Schlussstrich«[1] der deutschen Schuld. Hinter diesem Wunsch verbirgt sich nichts weniger als der zivilgesellschaftliche Geschichtsrevisionismus, der erst den Grundstein dafür legt, niemals mehr Frieden mit Deutschland fordern zu dürfen, da selbst im 63. Jahr nach der Kapitulation Deutschlands, also bis heute, kein vollständiges Schuldeingeständnis erfolgt. Grund genug, um heute und auch weiterhin gegen geschichtsrevisionistische Veranstaltungen dieser Art zu protestieren und die Erinnerung an die deutsche Barbarei am Leben zu erhalten.

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Flugblatt gegen die »Neue Rechte« in OWL

Keine Unterstützung der »Neuen Rechten«!

Heute, am 17. Oktober 2008, findet im Hotel »Wittekindsquelle« in Bad Oeynhausen ein »erotisches Märchendinner« mit der Märchenerzählerin Rita Maria Fröhle statt. Bei dieser Erzählerin handelt es sich um eine Mitarbeiterin der »Märchenbühne Vlotho«. Jene Märchenbühne ist allerdings mit dem »Märchenzentrum Troubadour« zusammengehörend. Dies ist angesichts der Tatsache äußerst alarmierend, da das »Märchenzentrum Troubadour« seit Jahren mit Gruppierungen der extremen Rechten zusammenarbeitet.

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Urteil im Prozess gegen Bernd Schuster

Am 22.09.2008 verurteilte das Bückeburger Schwurgericht den zur Schaumburger Nazi-Szene gehörenden Bernd Schuster (30) zu 14 Jahren Haft. Elf Jahre davon sind die Strafe für den von ihm zu verantwortenden Tod einer polnischen Staatsbürgerin aus Rinteln, die übrigen drei Jahre sind die Reststrafe einer nun aufgehobenen Bewährung.

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Auf nach Dresden!

Am Samstag, den 16. Februar 2008 will die Nazi-Szene wieder den derzeit größten Naziaufmarsch der BRD in Dresden veranstalten, der in seiner Regelmäßigkeit mittlerweile einzigartig ist. Anlass ist der 13. Februar und damit die Bombardierung Dresdens im 2. WK. Nicht zufällig gedieh der Nazi-Gross-Aufmarsch aus dem Gedenk-Szenario heraus, mit dem die Dresdener Zivilgesellschaft am 13. Febraur ihren Geschichtsrevisionismus zum Ausdruck bringt. Daher gilt es dem weit verbreiteten „Dresden-Mythos“ ebenso entgegenzutreten wie dem Naziaufmarsch – auf nach Dresden!

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
4.2. // Hannover // 20.00 Uhr // UJZ-Korn

Infos: Venceremos Dresden

Antifaschistische Kundgebung gegen das Collegium Humanum

Am 21.12. versammelten sich etwa 80 Antifaschist_innen zu einer spontanen Kundgebung in der Innenstadt von Vlotho. Die Kundgebung richtete sich gegen einen Aufruf von Alt- und Neonazis, eine Wintersonnenwend-Feier im “Collegium Humanum” durchzuführen. Nachdem die Kundgebung beendet wurde, störten Antifaschist_innen Nazis bei ihrer Anreise zum “Collegium Humanum”. Die Aktion gegen das “Collegium Humanum”, was als “Zentrum der Holocaustleugner” gilt, kann durchaus als Erfolg gewertet werden – auch wenn diese nur eine symbolische Form hatte. Nach zu vielen ungestörten Nazi-Veranstaltungen ist es erstmals wieder gelungen, antifaschistischen Protest sichtbar zu artikulieren. Das Zeichen, was vom Protest gegen die Wintersonnenwend-Feier ausging, charakterisieren wir als Impuls, endlich wieder in die Offensive gegen die organisierte Holocaustleugnung zu gehen!

Keine Nazi-Party im Collegium Humanum!

Im rechtsextremen Collegium Humanum Vlotho-Valdorf (Nordrhein-Westfalen) findet am 21. Dezember eine so genannte “Wintersonnenwendfeier mit anschlieSSendem Kameradschaftstreffen” statt.

Ausdrücklich wird in der Einladung mitgeteilt: “Unser Sicherheitsdienst hat sich in den letzten Monaten außerordentlich gut bewährt. Seitdem er ‘vor Ort’ ist, konnte er mehrere Attacken von so genannten ‘Gutmenschen’ abwehren.” Im NS-Stil heißt es weiter: “Unser SD kontrolliert jeden Besucher sehr genau.” Maßgeblicher Organisator des braunen Meetings ist der mehrfach unter anderem wegen Volksverhetzung vorbestrafte “Reichsbürger” Meinolf Schönborn (Herzebrock). Der knasterfahrene Neonazi war vormals Kopf der 1992 bundesweit verbotenen Neonazi-Truppe “Nationalistische Front”.

- Freitag, 21. Dezember 2007 – Kundgebung
16.30 Uhr, Sommerfelder Platz (ACHTUNG NEUER ORT!)

Infos: Antifa Lemgo
Infos: Hiergeblieben

Marcus Winter muss nicht in den Knast

Wie die lokale Presse am 24.11. berichtete, muss der Anführer der Schaumburger Neonaziszene, Marcus Winter, vorerst nicht ins Gefängnis. Das Oberlandesgericht Celle gab seinem Revisionsantrag statt. Die letzte Instanz des Verfahrens entschied jedoch nicht über den Anklagepunkt “Volksverhetzung” selbst, sondern nur, ob in den vorherigen Verhandlungen Verfahrensfehler begangen wurden. Das war offensichtlich der Fall.

Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.