Archiv für November 2011

Stellungnahme zum Rechtsterrorismus und der neonazistischen Szene im Landkreis Schaumburg

Die Serie von Mordtaten und Anschlägen seitens der rechtsterroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beherrscht zur Zeit bundesweit die Schlagzeilen. Trotz der Tatsache, dass tatsächlich nur zwei der Opfer im Gastronomiegewerbe tätig waren, firmieren die rassistischen Morde unter dem Namen „Döner-Morde“, eine unserer Meinung nach vollkommen unangemessene Titulierung, die die Opfer auf Grund ihrer klischeehaften Konnotation in ihrer Würde herabsetzt und die wir deshalb nicht übernehmen werden.

Obwohl Ermittlungsbehörden und Staatsschutz in der Vergangenheit wiederholt konstatierten, dass keine Terrorgefahr seitens der neonazistischen Szene ausginge, ist es nicht dass erste Mal, dass Neonazis in Deutschland den bewaffneten Kampf aufnehmen. Bereits in den Neunzigerjahren kam es zu Brandanschlägen mit zahlreichen Toten in Solingen und Mölln. Die Qualität der neuen Terrorakte, ausgehend von einer über Jahre im Untergrund agierenden Gruppe ist jedoch neu und lässt sich am ehesten noch mit dem Oktoberfestattentat 1980 vergleichen, dessen Täter aus einer der zahlreichen Wehrsportgruppen der militanten rechten Szene stammte.

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Spontandemonstration in Barsinghausen

Pressemitteilung des Antifaschistischen Infoportals Weser / Deister / Leine

Am Mittwoch, den 09. November 2011, demonstrierten spontan rund 40 linke AktivistInnen in der Barsinghäuser Innenstadt.
Anlass dieser spontanen Aktion war, dass am vorangegangenen Freitag, den 04. November, mehrere Jugendliche der in Barsinghausen aktiven rechtsradikalen Szene den linksalternativen Jugendtreff „Falkenkeller“ überfallen und versucht haben, die Gäste anzugreifen, was nur dank entschlossener Gegenwehr der Angegriffenen verhindert werden konnte.
Dies ist nur der momentane Höhepunkt der Agitationen einer sich radikalisierenden Szene von jungen Neonazis in Barsinghausen.

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