Archiv für September 2009

Big Band der Bundeswehr in Bückeburg

Die Bundeswehr versucht seit einiger Zeit massiv im öffentlichen Raum präsent zu sein. Von Kriegsdenkmälern, werbewirksamen Kranzniederlegungen, Bundeswehr-Bigband und Besuchen in Schulen oder Arbeitsämtern ist vieles vertreten. Dabei geht es oft weniger um konkrete Politik, sondern um Image-PR: Es wird versucht, den Menschen eine positive Assoziation mit der Tötungsmaschinerie Bundeswehr zu vermitteln.

Heute am 1. September spielte die Big Band der Bundeswehr in Bückeburg auf einem Benefizkonzert für die Jugendfeuerwehr. Wie angekündigt kamen sie mit Tourbus, Fanshop mit Bundeswehr Teddybären und Equipment im wert von 1,5 Millionen Euro. Auch ihr Propaganda-Bus durfte nicht fehlen: Dort wurde unter dem Motto „Bundeswehr –Karriere mit Zukunft“ für eine Laufbahn bei der Bundeswehr geworben.

Viele glauben, Frieden schaffen sei der neue Auftrag der Bundeswehr. Was bedeutet dieser Friedensauftrag? Ist er wirklich erfüllbar? Eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben werden damit angesprochen, z.B. humanitäre Einsätze: Der Transport von Hilfsgütern, der Einsatz bei Naturkatastrophen, die Evakuierung von Menschen bei Flutkatastrophen, die Räumung von Minen, die Errichtung von Flüchtlingslagern, die Versorgung von Flüchtlingen und Kriegsopfern, das Bauen von Dämmen bei Hochwassergefahr. Das alles kann und sollte die Bundeswehr auch tun, solange es sie noch gibt. Aber dafür braucht es keine Waffensysteme, sondern Kapazitäten zum Transport und entsprechende technische Ausrüstung. Ein technisches Hilfswerk, entsprechend ausgestattet und mit ausgebildeten Profis, kann diese Aufgabe effizienter und billiger erledigen, als eine bewaffnete Streitmacht.

Ca. um 19:30, kurz nach Beginn der Veranstaltung, verteilten einige Aktivist_innen Bundeswehr-kritische Flugblätter unter den Konzertbesucher_innen.
Zeitgleich zog eine Gruppe Antimilitarist_innen mit einem Transparent, mit der Aufschrift „Die Big Band spielt – Die Kolleg_innen morden“ über die Veranstaltung. Diese wurden aber leider nach einigen Metern von der Polizei gestoppt.

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Bundeswehr Abschaffen!

Nie wieder Krieg!

Nach brutalem Angriff auf AntifaschistInnen: Prozess vertagt

“Fußball-Elfmeter” ins Gesicht

Der Prozess gegen zwei Neonazis vor dem Amtsgericht in Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung ist am Dienstag unterbrochen worden. Marco Siedbürger, eine Führungsfigur der „Nationalen Offensive Schaumburg“, und ein 19-jähriger Kader der „Autonomen Nationalisten“ aus Wunstorf (Region Hannover) sind angeklagt, in der Nacht zum 15. März dieses Jahres zwei Jugendliche zusammengeschlagen zu haben. Beide mutmaßlichen Täter sind in der Vergangenheit durch Gewalttaten in Erscheinung getreten, Siedbürger sitzt zurzeit wegen Körperverletzung in Haft.
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Natiaufmarsch in Bad Nenndorf: Pressemitteilung danach

Pressemitteilung vom 02.08.09

Kreative Entschlossenheit gegen Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Am 1. August demonstrierten 1300 Menschen in Bad Nenndorf auf einer vom DGB angemeldeten Demonstration gegen den „Trauermarsch“ der Neonaziszene. Dabei schlossen sich etwa 400 Leute dem Block des antifaschistischen „Bündnis NS-Verherrlichung stoppen!“ an.

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