Archiv für November 2008

Antifa-Demo in Eschede (LK Celle) am 20.12.

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Seit Jahrzehnten besteht mit dem Hof von Joachim Nahtz in Eschede ein Treffpunkt für Neonazis mit überregionaler Bedeutung. An keinem anderen Ort in Norddeutschland fanden so häufig und regelmäßig größere Naziveranstaltungen statt. Dies meist ungestört und geschützt durch die Polizei. Dabei haben die Sonnenwendfeiern im Juni und Dezember besondere Bedeutung bei einer Zelebrierung nationalsozialistischer Ideologie. Am 20. Dezember 2008 wollen Neonazis in Eschede wieder eine “Wintersonnwendfeier” durchführen.
Unverzichtbar ist deshalb antifaschistisches Handeln, das bei der Zivilcourage im Alltag beginnt und das zu organisiertem politischem Protest und Widerstand gegen neofaschistische Einstellungen und Handlungen führt. Die Neonazis lassen sich nicht mit Sozialarbeit und auch nicht durch schöne Reden und Appelle zurückdrängen. In diesem Sinne: Schluss mit dem Na[ht]zischeiss – Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Info- und Mobilisierungsveranstaltung
12.12.2008 // Bückeburg // 20.00 Uhr // Infoladen SHG (Fürst-Ernst-Str. 9)

Antifaschistische Demonstration
20.12.2008 // Eschede // 12.30 Uhr // Bahnhofsvorplatz

Infos: Sonderseite

Sieben Neonazis verurteilt

Am 25.11.2008 fand vor dem Amtsgericht Neustadt a.R. ein Prozess gegen insgesamt neun Neonazis statt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sieben von ihnen im Oktober 2007 an einem Übergriff auf nichtrechte Jugendliche in Wunstorf beteiligt waren.

Ein redok-Artikel zu dem Prozess ist auf der linken Datenbank Hiergeblieben dokumentiert.

Immer wieder Bad Nenndorf

Gleich mehrere Ereignisse, die vor kurzem in Bad Nenndorf stattfanden, sind eine Erwähnung wert. Zu erst ist da ein Eklat zu nennen, der wieder einmal vom Lokalpolitiker Bernd Reese aussging: Dieser gestattete der Jüdsichen Gemeinde Bad Nenndorf nicht, einen Redebeitrag auf der städtischen Gedenkveranstaltung zum 09. November zu halten. Interessant ist auch, was sich beim bürgerlichen Bündnis „Bad Nenndorf ist bunt“ abspielte und wer bis heute Ehrenbürger der Kurstadt ist.

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Die Schüler streiken, die Polizei prügelt und die Medien hetzen

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Am 12.12.2008 gingen bundesweit knapp 100.000 Schüler_innen in 30 Städten unter dem Motte „Schulstreik – Bildungsblockaden einreißen!“ für ein gerechteres Bildungssystem auf die Straße. An der Demonstration in Hannover beteiligten sich etwa 8.500 Schüler_innen, davon rund 1.000 aus dem Landkreis Schaumburg. Während der Demo kam es zu massiven Übergriffen durch die Polizei. Darüber herrscht in den Medien allerdings Schweigen, während der entschlossene Protest der Schüler_innen überwiegend als „gewalttätig“ verunglimpft wird.

Die Autonome Antifa Bückeburg dokumentiert ein an die Schaumburger Schüler_innen gerichtetes Flugblatt der Gruppe „Schaumburger Schulrebellen“.

Die Antifaschistische Aktion Hannover hat eine Pressemitteilung zur anhaltenden Medienhetze veröffentlicht.

In eigener Sache #2

Bereits seit Anfang November gehört die Gruppe „Bad Oeynhausen/Löhne Antifaschist_innen“ (kurz: BOLA) zum Antifa Infoportal Weser/Deister/Leine. Kontaktmöglichkeiten und eine Selbstdarstellung folgen im Bereich Über uns.

Der 9. November 2008: Erinnern heißt handeln!

Vor 70 Jahren – am 9. November 1938 – wütete der deutsche Mob in der so genannten “Reichspogromnacht”. Fast alle Synagogen, jüdischen Friedhöfe, Geschäfte und Wohnungen in Deutschland wurden in dieser Nacht geplündert und zerstört. Mehr als 400 Jüdinnen und Juden verloren ihr Leben. Nur kurze Zeit später begannen die Nazis mit der Deportation der überlebenden und nicht geflohenen Jüdinnen und Juden in Konzentrationslager. Der Shoa, dem von den Nazis organisierten industriellen Massenmord, fielen bis zur Befreiung 1945 über 6 Millionen Menschen jüdischen Glaubens zum Opfer. Zum mahnenden Gedenken an den Auftakt dieser in der Geschichte beispiellosen Barbarei führten einige der im Antifa Infoportal Weser/Deister/Leine organisierten Gruppen Aktionen durch.

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Minden: Agitprop gegen den Castor

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Am 08.11.2008 führten Anti-Atomkraft-Aktivist_innen in Minden eine Agitprop-Aktion anlässlich des Castortransportes durch. Einen kurzen Bericht dazu gibt es auf Indymedia.

Urteil im Prozess gegen Hannoveraner Nazi

Am 3.11.2008 fand am Amtsgericht Neustadt die Hauptverhandlung gegen den Hannoveraner Nazi Marco B. wegen gefährlicher Körperverletzung statt. Der arbeitslose KFZ-Mechaniker aus Seelze griff im Februar eine Wunstorfer Antifaschistin am Bahnhof an und warf ihr aus ca. 3 Meter Höhe eine Flasche an den Kopf, welche dabei zerbrach.

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Nachtrag zum Rechtsrock-Konzert am 01.11.2008

Das ursprünglich in einer Gaststätte in der Nähe von Stadthagen geplanten Rechtsrock-Konzert vom vergangenen Samstag fand in Sachsen-Anhalt statt. Als Ausweichort diente ein ehemaliges Kasernengelände außrhalb des Dorfes „Harbke“, kurz hinter der Grenze zu Niedersachsen. Über eine Raststätte an der A2 nahe Braunschweig, wurden die knapp 400 Neonazis dorthin geschleust. Die Polizei schritt lange Zeit nicht ein.

Ein ausführlicherer Bericht ist hier nach zu lesen.