Der Druck auf die HDJ wächst

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Seit längerem warnen Antifaschist_innen vor den Umtrieben der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ), die Kindern und Jugendlichen ein neonazistisches Weltbild vermitteln will und dabei eine große Ähnlichkeit zur „Winking-Jugend“ aufweist, die 1994 wegen ihrer Wesensverwandtschaft mit der Hitler-Jugend verboten wurde. Durch den zunehmenden öffentlichen Druck sah sich nun auch die Staatsmacht genötigt, gegen die HDJ vorzugehen. Am 09.10.2008 führten die Landespolizeibehörden von 14 Bundesländern in einer koordinierten Aktion Hausdurchsuchungen bei knapp 100 HDJ-Mitgliedern durch, darunter auch Gerd Ulrich aus Detmold-Berlebeck.

Gerd Ulrich ist einer der führenden Aktivisten der besonders aktiven „HDJ – Einheit Hermannsland“. Bei ihm ist auch die „HDJ-Leitstelle West“ ansässig. Wie viele Kader der HDJ engagierte sich Ulrich auch schon in der „Wiking-Jugend“. Er hatte dort das Amt des „Gauleiters Rhein-Westfalen“ inne. Von der „HDJ – Einheit Hermmansland“ wurde zu letzt am 21.06.2008 ein Zeltlager in Preußisch Ströhen im Landkreis Minden-Lübbeke veranstaltet (das Antifa Infoportal WDL berichtete).

Als Begründung für die Hausdurchsuchungen am 09.10.2008 teilte das Bundesinnenministerium mit, dass derzeit ein Verbot der HDJ, die aktuell noch als gemeinnütziger Verein anerkannt ist, geprüft werde.

Um die Umtriebe Gerd Ulrichs und der HDJ einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und um den Druck auf die politischen Verantwortlichen aufrecht zu erhalten, werden auch weiterhin antifaschistische Sonntagsspaziergänge in Detmold-Berlebeck stattfinden.

5. Sonntagsspaziergang gegen die HDJ und ihren Funktionär Gerd Ulrich
16.11.2008
Treffpunkt: Parkpaltz vor dem Hotel Kanne, Paderborner Straße, Detmold-Berlebeck
Beginn: 15.00 Uhr

Ausführliche Hintergrundberichte zur „Heimattreuen Deutschen Jugend“ gibt es beim Recherche- und Medienkollektiv recherche nord.

Weitere Informationen zu Gerd Ulrich und den antifaschistischen Sonntagsspaziergängen liefert die linke Datenbank Hiergeblieben.