Reizgas-Einsatz: Stellungnahme der Versammlungsleitung und Veranstalter_Innen

Demo gegen Thor-Steinar-Laden – Polizei setzt Pfefferspray ein

Stellungnahme der Versammlungsleitung und Veranstalter_Innen

Am Samstag, den 21.9.2013, demonstrierten gut 500 Menschen friedlich und öffentlichkeitswirksam gegen das in der Podbielskistr. 159 neueröffnete Nazigeschäft.
Kurz vor Erreichen des Endkundgebungsplatzes kam es zu einer Situation, auf welche ein massiver Pfeffersprayeinsatz seitens einiger Polizeibeamt_Innen folgte.
Nach Stellungnahme der polizeilichen Einsatzleitung sei dies eine Reaktion auf einen angeblichen „Durchbruchversuch“ einiger Demonstrationsteilnehmer_Innen gewesen.
Diese Aussage ist schlichtweg gelogen und ein kläglicher Versuch, den unverhältnismäßigen Waffengebrauch gegen friedliche Menschen zu legitimieren.
Die Situation folgte kurz nach eine Engstelle auf der Demonstrationsroute, wo durch eine Baustelle die Fahrspur begrenzt war. Die Fahrerin des Lautsprecherwagens war gezwungen, das Auto etwas nach links zu lenken, um der Baustellenabsperrung auszuweichen. Dadurch wurden die Menschen, welche den Lautsprecherwagen rechts und links gegen Unfälle mit Fußgänger_Innen durch Unachtsamkeit absicherten, in Richtung der Polizeikette gedrängt. Anstatt dass die Beamt_Innen daraufhin für einige Meter ihre Kette lockerten, reagierte ein Beamter auf die körperliche Nähe eines Menschen vom Lautsprecherschutz aggressiv und schubste ihn gegen das Auto. Darauf antworteten die Menschen in der Nähe des Angegriffenen durch Rufe, was den Beamten dazu veranlasste, die Situation zu eskalieren und mit Kolleg_Innen durch Greifen nach dem Transparent die Betroffenen vom Rest der Demo zu sondieren. Einige Menschen gingen zu Boden. Durch die eskalative Stimmung fühlten sich einige übereifrige Beamt_Innen dazu angeheizt, vollkommen wahl- und ziellos mit 3 Pfefferspray-Dosen in die Menschenmenge zu sprühen. Rund 50 Personen wurden durch Reizung von Augen und Atemwegen verletzt.
Hinzu kommt, dass die Fahrerin des Lautsprecherwagens durch die Situation derart erschreckt wurde, dass sie, glücklicherweise richtig reagierend, den Motor ausstellte, um niemanden zu überfahren. Allerdings wäre es ebenfalls denkbar gewesen, dass das rollende Auto verrissen oder beschleunigt worden wäre, woraufhin es in die Demonstration und zwischen die Menschenmenge geraten wäre.

Der Versammlungsleiter der Demonstration, welcher die gesamte Situation als Augenzeuge beobachtet hat, spricht von einer polizeilichen Eskalation, welche nicht nur die Angegriffenen, sondern auch alle Menschen in der Nähe des Lautsprecherwagens in Gefahr gebracht habe.
Ebenfalls verneint er den angeblichen Durchbruchversuch. „Erstens handelte es sich bei den Personen, welche angeblich derart agiert haben sollen, um den Lautsprecherwagenschutz. Diese Menschen bleiben die gesamte Demo über neben dem Wagen, um die Menschen drumrum abzusichern. Desweiteren spielte sich die Situation keineswegs, wie von der Polizei fälschlich behauptet, direkt vor dem Laden ab. Vielmehr eskalierte die Situation gut 100 Meter vor dem Laden, direkt auf Höhe des S-Bahn-Steiges. Allein diese Tatsache schließt einen angeblichen Durchbruchversuch aus. Durch die bauliche Erhöhung wäre es den Menschen garnicht möglich gewesen, auf der Höhe die Straße zu überqueren. Die Polizei versucht durch diese falschen Angaben, die unverhältnismäßige und unkontrollierte Überreaktion einiger ungehaltener Beamt_Innen zu rechtfertigen, um diese Polizist_Innen vor der Anzeige einer gefährlichen Körperverletzung zu schützen und ihr Handeln zu legitimieren. Wir verurteilen das Vorgehen der Polizei an dieser Stelle aufs Schärfste.“

Pressemitteilung zur Demo gegen den Thor-Steinar-Laden Tønsberg in Hannover

Heute am 21. September demonstrierten wir gegen den am 12. September neueröffneten Thor-Steinar-Laden „Tønsberg“ in der Podbielski-Straße in Hannover. Unserem Aufruf folgten 600 Menschen, um ihrem Unmut gegen den neuen Nazitreffpunkt in der List kundzutun. Damit wurden unsere Erwartungen bezüglich der Teilnehmer_innen-Zahl bei weitem übertroffen.

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Nach einer Auftaktkundgebung am Lister Platz, wo ein Redebeitrag des Antifaschistischen Infoportals Weser / Deister / Leine verlesen wurde, setzte sich der Demonstrationszug in Begleitung der Polizei in Richtung Podbielski-Straße stadtauwärts in Bewegung.
Mit lautstarken Parolen gegen Faschismus und das neue Nazigeschäft in Hannover lief die Demo die knapp 2 km Strecke bis zu ihrem Ziel. Kurz vor erreichen des Endkundgebungsortes gegenüber des Ladens, griff die Polizei plötzlich einige Teilnehmer_innen der Demonstration an. Auf den lautstarkem Protest gegen diesen tätlichen Angriff durch die Polizeit reagierten die Beamten mit unverhältnismäßig massiven Pfeffersprayeinsatz, wodurch mindestens 50 Personen verletzt wurden.
Entgegen der polizeilichen Presseaussagen eskalierte die Situation nicht, weil angeblich Demonstrationsteilnehmber_innen versuchten die Absperrung zu überwinden und so zum Laden zu gelangen, sondern weil an einer Engstelle der Platz für die Polizeikette begrenzt war. Anstatt die Situation zu entspannen und die Kette zu verschieben, versuchten die Beamten sich mit köperlicher Gewalt Platz zu schaffen. Dabei drückten sie Teilnehmer_innen gegen den fahrenden Lautsprecherwagen. Nach deeskalativem Eingreifen der Organisationsstruktur beruhigte sich die Situation und der Aufzug konnte die letzten Meter bis zum Endkundgebungsplatz zurücklegen.

Die Abschlusskundgebung mit 3 weiteren Redebeiträgen wurde gegenüber des „Tønsbergs“ unter Applaus der Anwohner_innen und Nachbar_innen abgehalten. Die Verkäufer_innen schlossen kurz vor Eintreffen des Demonstrationszug den Laden und verließen ihn. Während der Kundgebung pöbelten Hannoversche Nazis der „Weiße Wölfe Terrorcrew“ aus einer vorbeifahrenden Bahn. Nach ca. 2 Stunden löste der Anmelder die Versammlung auf, mit der Aufforderung an die Teilnehmer_innen aufgrund der vorangegangen polizeilichen Übergriffe und der Naziprovokationen auf sich aufzupassen. Dann appelierte er an alle Anwesenden weiterhin kreativ zu bleiben und auf allen Ebenen gegen den Thor-Steinar-Laden zu agieren.
Wir sehen diese Demonstration als einen großen Schritt gegen den Thor-Steinar-Laden und sind äußerst zufrieden mit der zahlreichen Teilnahme und dieser neuen Art politischer Agitation in Hannover. Wir hoffen, dass daraus weitere Aktionsformen gegen den und bis zur Schließung des Ladens resultieren.

21. September Antifa Infoportal Weser / Deister / Leine

Demozug

Demo gegen Tønsberg: Staatsschutz nervös wegen Strichmenschen!

Im Internet kursiert seit ein paar Tagen ein Video, in welchem eine Strichmenschen-Armee einen hinterhältigen Anschlag auf den Thor Steinar Laden Tønsberg verübt. Der Staatsschutz ließ es sich darauf nicht nehmen, umgehend den Anmelder der Demonstration gegen den Laden zu belästigen und ihn dazu aufzufordern bei Kenntnis der Initatioren dieses Videos Meldung zu machen.

Ganz in diesem Sinne: Lasst euch nicht anquatschen!!!

Kein Raum für Nazis – Tønsberg dichtmachen!!!

Am 12. 09. 2013 hat in der Podbielskistraße 159 der neue Thor-Steinar-Laden „Tønsberg“ eröffnet.

Thor Steinar ist eine „Modemarke“, die von Nazis für Nazis prodoziert wird. Die Logos beinhalten zum Teil versteckte, aber auch klare Symbolik mit Bezug zum Nationalsozialismus und dem sogenannten Heidentum.

In anderen Städten ist es bereits dazu gekommen, dass Läden, welche Utensilien der rechten Szene verkaufen, zu Treffpunkten der regionalen und überregionalen Naziszene geworden sind. Oft dienen diese Szene-Treffpunkte als Ausgangsorte für Übergriffe auf Menschen, die nicht in das Menschenverachtende Weltbild der Betreiber_innen passen. Besonders deutlich wurde dies zum Beispiel beim „Werwolfshop“ in Wismar. Dort griffen Nazis eine Demonstration aus dem Laden heraus mit Baseballschlägern an und mussten von der Polizei mit vorgehaltenen Schusswaffen zurückgedrängt werden. Um die Entstehung eines solchen Nazistreffpunktes in Hannover zu verhindern und eine Schließung des Ladens zu erwirken, rufen wir zu Demonstration am 21. September 2013 um 11 Uhr am Lister Platz auf.

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Stellungnahme zum Miegel-Kult in Bad Nenndorf

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Mit dem Agnes-Miegel-Kult brechen

Demo im März – Mit dem Agnes-Miegel-Kult brechen!

Nach genau fünf Jahren protestieren wir Ende März erneut gegen die „Agnes-Miegel-Tage“ in Bad Nenndorf. Ausgerichtet werden diese durch einen ortsansässigen Verein.
Agnes Miegel gilt als kulturelles Aushängeschild der Kurstadt.
Dass die Heimatdichterin ein überzeugtes NSDAP-Mitglied und Agitatorin im Sinne des Nationalsozialismus war, wird von Seiten der Veranstalter_innen geleugnet und relativiert. Die Stadt tut ihr Übriges und fördert den Kult um die Dichterin.

Wir rufen zur Teilnahme am Protest auf!
Mehr Infos bekommt Ihr auf unserer Sonderseite.

PM zur Beendigung der Besetzung der Herderschule

In den frühen Morgenstunden des 27. Dezembers wurde der westliche Trakt der ehemaligen Herderschule in Bückeburg von einer Gruppe Jugendlicher besetzt um die seit langen im raumstehenden Forderung nach einem selbstverwalteten Zentrum in Bückeburg zu untermalen.

Nach über 12 Stunden Besetzung konnten die Besetzer_innen endlich ein telefonischen Kontakt direkt mit dem Landkreis hergestellen. (mehr…)

Pressemitteilung zur Besetzung der ehemaligen Herder Schule in Bückeburg!

In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember 2012 wurde ein Trakt des Gebäudes der ehemaligen Herder-Realschule in Bückeburg von einem Arbeitskreis aus dem Antifa-Infoportal Weser / Deister / Leine besetzt.

Pressemitteilung zur Besetzung der ehemaligen Herderschule in Bückeburg

Selbstverwaltetes Zentrum Bückeburg

Wir sind eine Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Bückeburg und Umgebung, die sich zusammengefunden hat um in Bückeburg ein alternatives Jugendzentrum aufzubauen. Es gibt eine Vielzahl von Aspekten die uns hierzu veranlasst haben. (mehr…)

Party! Party! Party!

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Wir schmeißen eine Sause!
Freut euch auf eine Nacht der Extase…

12. Oktober 2012 // 21Uhr // Wohnwelt Wunstorf

Ein Cocktailstand und die Theke werden euch mit leckeren Getränken versorgen.
Zusätzlich gibts einen Kiosk für den Hunger zwischendurch: Pommes, Cupcakes, Schokoriegel, bunte Tüten und Salziges werden eure Gelüste stillen – vegan und vegetarisch. Und es gibt noch weitere tolle Überraschungen für die Partynacht!

Electro – Techno – Minimal – Trash

DJs:
Alex Ander & DJ Acthor One aka Rites of Loops
Diekmann und seine Trompete
Kollektiv #deconstruct

Nazis, Rassist_innen, Sexist_innen und andere Trottel_innen erhalten keinen Zutritt zur Party!

Hausdurchsuchungen im Landkreis Schaumburg

Neonazigruppierung „Besseres Hannover“ verboten

Am 25. September verbot der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) die neonazistische Kameradschaft „Besseres Hannover“.
Vorausgegangen waren Hausdurchsuchungen durch Beamt_innen verschiedener Ermittlungsbehörden in 27 Objekten in weiten Teilen Niedersachsens.
Neben Propagandamaterial und IT-Zubehör beschlagnahmten die Ermittler_innen diverse Hieb-, Stich- sowie Schreckschusswaffen.
Auch im Landkreis Schaumburg kam es im Zusammenhang mit der Organisation, die seit Jahren intensiv mit Schaumburger Neonazis zusammenarbeitet, zu zwei Durchsuchungen.

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